Werbung in ChatGPT:
Der nächste große Werbekanal nimmt Form an
Ich habe mir den neuen ChatGPT Ads Manager etwas genauer angesehen. Vieles erinnert auf den ersten Blick an Google Ads, aber bei der Auslieferung gibt es einen entscheidenden Unterschied.
Der Aufbau ist wie gewohnt:
Kampagne → Anzeigengruppe → Anzeige
Auf Kampagnenebene werden unter anderem Ziel, Budget, Laufzeit und Länder definiert. Als Ziele stehen aktuell unter anderem Views, Klicks und Conversions zur Verfügung.
Interessant wird es bei den Anzeigengruppen. Hier arbeitet OpenAI mit sogenannten Context Hints. Man beschreibt also, für welche Bedürfnisse, Situationen oder Gespräche ein Angebot relevant ist.
Das ist ein deutlicher Unterschied zur klassischen Keyword-Werbung. Context Hints sind keine Exact-Match-Keywords. Entscheidend sind vielmehr Gesprächskontext und Nutzerabsicht.
Die eigentliche Anzeige kann aus Unternehmensname, Logo, Überschrift, Beschreibung, Landingpage und Bild bestehen. Sie erscheint unterhalb einer ChatGPT-Antwort, klar getrennt und als gesponsert gekennzeichnet.
Aktuell können Anzeigen bei Nutzern der Free- und Go-Tarife ausgespielt werden.
Keine Werbung gibt es derzeit bei:
- Plus
- Pro
- Business
- Enterprise
- Edu
Auch Konten, die Nutzern unter 18 Jahren zugeordnet werden, erhalten keine Anzeigen.
Für Werbetreibende in Österreich ist der Self-Service Ads Manager inzwischen verfügbar. Das System befindet sich allerdings weiterhin in der Beta-Phase, daher wird sich hier vermutlich noch einiges verändern.
Spannend finde ich vor allem eines:
Bei Google Ads versuchen wir seit Jahrzehnten zu verstehen, was jemand sucht.
Bei ChatGPT Ads wird zunehmend interessant, was jemand gerade erreichen, entscheiden oder kaufen möchte.
Das könnte für Werbung ein ziemlich grundlegender Unterschied werden.
Gründer von hapo webmarketing der SEO Agentur und GEO Agentur. Spezialist für Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenwerbung und Webdesign.